Schwerpunkt
Verkehr und Infrastruktur
Das Erfurter Baustellenchaos gehört auf den Tisch. Sperrungen müssen aufeinander abgestimmt, Umleitungen brauchbar und Verzögerungen erklärt werden. Dafür trägt die Stadt Verantwortung.
← Alle ThemenWer morgens zur Arbeit muss, einen Handwerksbetrieb führt oder seine Kinder abholt, kann seinen Alltag nicht nach jeder neuen Sperrung umbauen. Deshalb ist das Baustellenchaos für mich ein politisches Thema. Straßen müssen saniert und Leitungen erneuert werden. Gerade deshalb muss die Stadt die Arbeiten so koordinieren, dass Erfurt erreichbar bleibt.
Bevor eine wichtige Verbindung gesperrt wird, muss klar sein, ob die Ausweichstrecken den Verkehr aufnehmen können und welche Arbeiten dort gleichzeitig geplant sind. Eine Umleitung, die selbst im nächsten Engpass endet, ist auf dem Papier vielleicht eingezeichnet. Im Alltag ist sie eine Zumutung. Auch Geschäfte, Anwohner und Lieferverkehr müssen während der Bauzeit zurechtkommen können.
Ich will, dass die Stadt bei größeren Baustellen verständlich mitteilt, was gemacht wird, wie lange es dauert und wer verantwortlich ist. Wenn Termine reißen, gehört der Grund auf den Tisch. Ein neues Enddatum ohne Erklärung reicht mir nicht. Und wenn mehrere Stellen beteiligt sind, muss trotzdem jemand den Überblick behalten.
Bei der Verkehrspolitik wehre ich mich gegen die Vorstellung, man müsse Autofahrern das Leben nur schwer genug machen, damit sie das gewünschte Verkehrsmittel wählen. Viele Menschen sind auf ihr Auto angewiesen. Ebenso brauchen wir einen verlässlichen Nahverkehr und sichere Wege zu Fuß und mit dem Rad. Aufgabe der Stadt ist, das vernünftig zusammenzubringen.
